1048. Sonntagsimpuls

Liebe Leserinnen und Leser des Sonntagsimpulses,
es gibt Menschen, die sind auf wirklich alles vorbereitet, egal ob Reifenpanne, gerissene Schnürsenkel oder ruiniertes Make-Up – der Notfall kann gerne eintreten. Da wird vorher nachgeschaut, wo der Bus abfährt, wie oft er fährt und wenn man telefonisch erfragen könnte, wer eben diesen Bus fahren wird – manche Menschen würden es tun.
Und dann gibt es Menschen, die leben einfach so in den Tag hinein, getreu dem Motto: Irgendwer wird’s schon richten! Gott vielleicht? Ehrlich gesagt würde ich mich nicht blind darauf verlassen, dass er mir einen passenden Bus vor die Nase setzen wird, aber ein bisschen Gelassenheit sollte man schon an den Tag legen: Irgendwie wird’s wirklich gehen. Und genau das fordert Jesus ja auch in dieser Bibelstelle. Das Zutrauen auf Gott aber auch den Einsatz selbst etwas zu verändern, um sich weiterzuentwickeln…um ins Himmelreich zu gelangen.
„Auf Veränderung zu hoffen, ohne selbst etwas zu tun ist wie am Bahnhof zu sitzen und auf ein Schiff zu warten.“ Der Mann in der Bibelstelle wird herausgefordert, sich und sein Leben zu verändern und in Frage zu stellen.
Heute findet zum 18. Mal der deutsche Hospiztag statt. Die Menschen, die sich in diesen Dienst des für andere da seins in ihren letzten Stunden stellen, die bilden für mich eine besondere Nachfolge Jesu. Und dafür sage ich von Herzen Danke.

Viele Grüße,

Julia Kühling

Das Evangelium zum Sonntag: Mk 10, 17-30

In jener Zeit lief ein Mann auf Jesus zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen. Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter! Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt. Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach! Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen. Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Die Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt. Sie aber erschraken noch mehr und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden? Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich. Da sagte Petrus zu ihm: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.