1044.Sonntagsimpuls

Liebe Leserinnen und Leser des Sonntagsimpulses,

in fast allen Bereichen des Lebens geht es bei uns um „Höher - Schneller - Weiter - Besser“.

Wer ist der Größte?

Diese Frage hat auch schon damals die Jünger Jesu bewegt. Den ganzen Weg durch Galiläa haben sich ihre Gedanken um dieses Thema und eben nicht mit den Anliegen Jesu gedreht.

Macht, Einfluss und Erfolg sind Dinge, die damals wie heute wohl entscheidend sind. Dabei sind diese drei Dinge, wenn sie richtig und zum Wohle der Menschen und der Umwelt eingesetzt werden, wichtige Faktoren unserer Gesellschaft.
Aber das kann und darf nicht alles sein.

Eine Person ist nicht nur deswegen „groß“ weil sie reich ist, die das schnellste Auto fährt oder ihr politisches Amt zum Selbstzweck ausnutzt.

Für mich ist jemand wirklich groß, wenn durch sein bzw. ihr Handeln sichtbar wird, dass auch das Kleinste im Leben und in der Gesellschaft eine bedeutungsvoll sind.
Jesus öffnet den Jüngern durch ein kleines Kind die Augen. Er zeigt durch seine ausgestreckten Arme, dass er für dieses Kind dasein will. DAs Kind ist dabei das Symbol für das damals unwichtigste und nutzloseste. Doch die von Jesu so gezeigte bedingungslose Sorge füreinander und für das Kleinste im Leben muss uns in der Nachfolge Jesu auch heute wichtig sein. Nicht nur - Höher- Schneller - Weiter


Viele Grüße


Julia Kühling
Redaktion SonntagsImpulse.de

Das Evangelium zum Sonntag: Mk 9, 30-37

In jener Zeit zogen Jesus und seine Jünger durch Galiläa. Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr; denn er wollte seine Jünger über etwas belehren. Er sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert, und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen. Aber sie verstanden den Sinn seiner Worte nicht, scheuten sich jedoch, ihn zu fragen. Sie kamen nach Kafarnaum. Als er dann im Haus war, fragte er sie: Worüber habt ihr unterwegs gesprochen? Sie schwiegen, denn sie hatten unterwegs miteinander darüber gesprochen, wer von ihnen der Größte sei. Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein. Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.